kfd-Bundesversammlung 2026
Von Fronleichnam bis Samstag, 6. Juni fand im Erbacher Hof in Mainz die Bundesversammlung der kfd statt. Vom Diözesanverband Freiburg reisten Vorsitzende Silvana Bertolini-Knapp, Vorstandsmitglieder Gabriele Niekamp und Birgit Widmer, sowie Geistliche Leiterin Marie Lacaille mit gemischten Gefühlen nach Mainz.
Hatte doch der unerwartete Rücktritt der Bundesvorsitzenden Anne König Ende April für reichlich Aufregung gesorgt und nun waren alle gespannt, wie die Tage in Mainz verlaufen würden.
Anders als in den vorherigen Jahren begann die Bundesversammlung bewusst mit einer berührenden Eucharistiefeier im Innenhof des Erbacher Hofes. In den Gebeten wurden ganz offen die Schwierigkeiten, mit denen der Bundesvorstand durch den Rücktritt von Anne König zu kämpfen hat, benannt und vor Gott getragen, in symbolischen Gesten und dem gemeinsamen Sprechen des Hochgebetes wurde deutlich, was kfd ausmacht: Gelebter Glaube in einer großen vielfältigen Gemeinschaft, die auch in Zeiten von Veränderungen zuversichtlich in die Zukunft blickt.
In den nächsten beiden Tagen wurden viele inhaltliche Punkte diskutiert, Erwartungen und Aufgaben der unterschiedlichen Verbandsebenen formuliert und Weichen für die Zukunft des Bundesverbandes gestellt.
So wurde mit großer Mehrheit das Positionspapier zum § 218 verabschiedet. Vorausgegangen war ein intensiver Meinungsbildungsprozess von zwei Jahren mit der Grundhaltung, dass sowohl das ungeborene Leben und die Selbstbestimmung der Frau geachtet werden.
Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde das Positionspapier zur ökonomischen Eigenständigkeit angenommen, eine Voraussetzung für Gleichstellung und Selbstbestimmung.
Dem Antrag vom Diözesanverband Freiburg zur Vereinbarkeit von Leitungsämtern im Bundesvorstand der kfd mit externen Funktionen und dem Klärungsprozess zu Rahmenbedingungen und Interessenkonflikten wurde mehrheitlich zugestimmt.
Mit dem Eckpunktepapier zur Geistlichen Leitung hat die kfd eine Neuauflage des ursprünglichen Textes von 2012 verabschiedet. Diese gibt Orientierung für die Profilierung und Weiterentwicklung des verbandlichen und kirchlichen Amtes auf allen Ebenen – von den kfd-Gruppen vor Ort bis zur Bundesebene. Das Eckpunktepapier wurde einstimmig verabschiedet.
Der Freitagabend stand ganz unter dem Zeichen der Preisverleihung des Wettbewerbs 2025-2026 der gemeinnützigen Marianne Dirks Stiftung. Mit dem Mutmachpreis „Kraft schöpfen. Mut machen“ zeichnet die Jury der Stiftung engagierte kfd-Gruppen aus, die mit Ideenreichtum, Ausdauer und viel Herz etwas bewegen.
Der dritte Preis mit einem Preisgeld von 500 Euro ging an die 20 Frauen der „Trommelmädels talita kum“ der kfd St. Konrad aus Mannheim aus unserem Diözesanverband, die von Gabriela Rudolf 2020 zum WGT mit 6 Frauen gegründet wurde und seither kreativ und laut mit ihrem Trommelspiel begeistern.
Der zweite Preis, der mit 1000 Euro dotiert wurde, erhielt die kfd St. Antonius aus Geeste mit ihrer Idee „kfd – einmal anders gedacht“. Aus der Idee, vor Ort etwas zu verändern, damit junge Frauen zur kfd kommen, entstanden Teams zu verschiedenen Themen, die innovativ Ideen umsetzen und eine große Vielfalt an Frauen unterschiedlichen Alter und Charismen auszeichnet.
Mit dem ersten Preis und 1500 Euro wurde das „Mama Café“ der kfd Havixbeck der Diözese Münster ausgezeichnet. Einmal im Monat wird ein Ladenlokal zu einem Ort der Begegnung für Mütter mit ihren Kindern. Neben einem lockeren Beisammensein gibt es ein kreatives Angebot für die Kinder.
Zum ersten Mal wurde von der Marianne Dirks Stiftung ein Sonderpreis von 300 Euro verliehen, denn die Jury war von dieser kreativen Idee begeistert Ihn erhielten die kfd-Gemeinschaften Laxen, Brögbern-Damaschke & Baccum aus dem Bistum Osnabrück. In der St. Josefs Kirche begeistere ein Poetry Slam mit Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichen Alters, die mit ihren Texten ein starkes Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und Solidarität setzten. Die Spenden von 3.000 Euro sozialen Zwecken zugutekamen.
Die Bundesversammlung endete mit einem Schlusssegen, den Ruth Fehlker und Andreas Paul gemeinsam sprachen und mit viel Zuversicht der Delegierten für eine gute Zukunft der kfd im Sinne von „Dein Licht ist unsere Stärke“.
Birgit Widmer