„Hab Mut, steh auf“: Frauen fordern Geschlechtergerechtigkeit auf dem Katholik*innentag in Würzburg
Freiburg/Würzburg, 21. Mai 2026.
Der Katholik*innentag in Würzburg war ein politischer. Demokratie und Gerechtigkeitsfragen waren zentrale Themen. Sicher einer vieler Höhepunkte auf dem Katholik*innentag in Würzburg waren die Preacher-Slams von 15 Frauen im Zelt der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V..
Diese Kurz-Predigten waren täglich ein ganz besonderer Programmpunkt, der die Zuhörenden begeisterte. Die Preacher-Slams waren Bestandteil des kfd-Predigerinnentages, der in diesem Jahr teilweise während des Katholikentages stattfand. Die Slams boten eine gute Gelegenheit, um vor vielen Gästen im kfd-Zelt ein deutliches Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen und starke und kluge Stimmen unserer Kirche sichtbar zu machen. Sie sind als Reels auf dem Instagram-Kanal des kfd-Bundesverbandes verfügbar. Insgesamt war der Predigerinnentag ein großer Erfolg: Über 200 Frauen folgten dem Aufruf „Preach it!“ vom 29. April bis zum 17. Mai. Bundesweit gab es mehr als 250 Predigten – einige davon in unserer Diözese. Während des gesamten Katholik*innentags war das kfd-Zelt ein guter Treffpunkt für kfd-Frauen, Interessierte und ein guter Ort für kleine und große Kaffeepausen. Einige Frauen unserer Diözese unterstützten den Bundesverband tatkräftig. Am Freitag, dem 15. Mai rief ein von #meingottdiskriminiertnicht initiiertes Bündnis von Reformgruppen (kfd, KDFB, Wir sind Kirche, Maria 2.0, Magdalena GO, Gemeindeinitiative) nach dem ökumenischen Frauengottesdienst im Kiliansdom zur Menschenkette „Ich will, dass Du bist...“ für Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche vom Dom bis zur Augustinerkirche auf. Viele Frauen und Unterstützer*innen kamen dem Aufruf nach und setzten damit ein deutliches und sichtbares Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Am späten Nachmittag fragten Ronja Tritschler und Marie in Kooperation mit dem Forum älterwerden der Erzdiözese und im Rahmen der Kampagne „Respekt kennt kein Alter“ in einer Werkstatt „Zu jung, zu alt - zu was eigentlich?“ und eröffneten damit einen Lern- und Reflexionsraum für Altersbilder und Diskriminierung. Am Samstag, den 16. Mai gab es ein Frauennetzwerktreffen von kfd und BDKJ, bei dem Frauen unterschiedlicher Lebensalter miteinander ins Gespräch kamen. Beim Abschlussgottesdienst des Katholik*innentags am 17. Mai, dem Junia-Tag, machte die kfd deutlich, wofür sie steht. Katrin Brockmöller, die Direktorin des Katholischen Bibelwerks, benannte in der Hinführung zur Lesung neben vielen anderen biblischen Frauen, die am Himmelfahrtstag und beim Pfingstereignis mitwirkten, auch Junia und ihren Festtag. Nicht nur die kfd-Frauen klatschen begeistert Beifall.